Montag, 30. März 2009

Los Pinguinos, Magui y yo!

März 2009: Mareike und ich bei der Pinguinkolonie "Cabo Virgenes"

Mittwoch, 18. März 2009

AFS Asado und Zeitungsartikel

Am letzten Sonntag war ein Asado (Grillen) mit allen AFS-Schuelern, Betreuern und Gastfamilien. Hauptsaechlich, um die neuen Austauschschueler, die jetzt im Maerz angekommen sind, kennen zu lernen. Wie hatten uns aber vorher schon einige Male getroffen. Hat wirklich Spass gemacht.
Gestern war dann ein Artikel in der Zeitung von Rio Gallegos:

Dazu gibt es noch ein Foto, was man hier im Internet nicht so gut erkennen kann. Ich habe es aber in gross:

Emma (neu, aus Finnland), Levi (neu, aus Deutschland),
Lauren (neu, aus Neuseeland), Emily (neu, aus den USA),
Manuel (aus Frankreich), Bosco (aus Hongkong),
Sebastian (aus Deutschland), Rannva (neu, aus Dänemark),
ich, und Günes
(aus der Türkei)

Besos
Inga

Donnerstag, 12. März 2009

In Punta del Este, Buenos Aires, Concordia und Rio Gallegos...

Hallo an alle,

jetzt habe ich schon seit mehr als einem Monat nichts mehr geschrieben, was nicht heisst, dass ich nichts erlebt habe. Ich war fast den ganzen Februar weiter im Norden. Ich habe vieles Neues gesehen, und viel erlebt. Viele neue Leute kennen gelernt und eine Menge Spass gehabt.
Am 5. Februar hat mein Gastvater meine Gastmutter, meine beiden Gastschwestern und mich zum Flughafen von Rio Gallegos gebracht. Von dort aus sind wir 3 Stunden geflogen bis wir in Buenos Aires angekommen sind.


Buenos Aires


Am naechsten Tag ging es auch um 8 Uhr morgens weiter nach Punta del Este in Uruguay.


Von Buenos Aires nach Punta del Este, zurueck nach Buenos Aires und nach Concordia!


Dort haben wir 7 Tage in einer Wohnung verbracht und haben danach noch drei Tage verlaengert und ein bisschen ausserhalb des Zentrums von Punta del Este verbracht, in einer anderen Stadt, namens "La Barra". Einen Nachmittag sind wir zu einer anderen Stadt "José Ignacio" gefahren. Ausser einen schoenen Sandstrand, mit feinstem hellen Sand, den wir aber wegen des Windes nicht geniessen konnten, gab es dort nur Geschaefte und alles ÜBERTEUERT. Die anderen Nachmittage habe ich meistens mit meiner Familie verbracht, am Strand oder beim Klamotteneinkaufen. Aber da ich von zuhause gewoehnt bin, dass, wenn ich aus dem Urlaub wieder kommen, eigentlich alles gesehen habe, habe ich mich aufgerappelt und bin morgens, wenn die anderen noch geschlafen haben, an der Strandpromenade spazieren gegangen und habe dabei auch so einiges gesehen:


Der Leuchtturm von Punta del Este.



Im Hafen von Punta del Este: Ein Seelöwe und ich.



Die Strandpromenade bei Sonnenuntergang.


Sonnenuntergang am Strand von Punta del Este


Am letzten Tag in Punta del Este wollte ich noch ein Foto vor der berühmten Hand, die in den Sand gebaut ist, machen:



Dann am 16. Februar ging es auch schon wieder zurueck nach Buenos Aires, wo mein Gastvater uns erwartete. Dort haben wir beinahe eine Woche in einer Wohnung gewohnt. Ich habe mich in der Zeit ziemlich frei bewegen koennen. Von der AFS-Vorbereitung in Deutschland kenne ich einige Austauschschueler, die jetzt in Argentinien sind. Unter anderem Jana, die in Buenos Aires wohnt. Mit ihr habe ich mich getroffen und sie hat mir ein bisschen von der "riesigen" argentinischen Hauptstadt gezeigt. Wir waren am "Plaza de Mayo", in "Puerto Madero" und in dem Stadtviertel "Recoleta", wo es einen alten Friedhof gibt. Super schöne Nachmittage!



Jana und ich auf dem Plaza de Mayo




Puerto Madero


Mir hat alles total gut gefallen, aber was schrecklich ist, ist der grosse Unterschied zwischen Arm und Reich, der besonders in Buenos Aires herrscht. Dazu noch die Unsicherheit. Ich hatte nicht wirklich das Gefuehl in "Gefahr" zu sein, aber dass einem immer gesagt wird: "Pass auf deine Sachen auf, nimm nicht zu viel Geld mit, und halte deine Tasche immer vorne und gehe nicht weiter als bis zu der Strasse, weil es dahinter ein gefaehrliches Viertel ist und pass wirklich auf!!!!!", das fand ich echt schrecklich und was noch schlimmer ist, ist dass die Reichen noch reicher werden und die Armen noch aermer und man das wirklich ueberall sieht. Ein Beispiel von 100 tausend ist eine Frau, die ich jeden Tag, von morgens bis abend mit ihren drei Kindern, eins von ihnen nicht aelter als zwei Wochen in der prallen argentinischen Sonne bei 40 Grad sitzend, gesehen habe, an der Hauptstrasse, wo sie keine beachtet hat oder eher gesagt beachten will. Und das Traurige ist, dass sich viele an diese Anblicke gewöhnen. Mir passiert das gleiche und ich weiss nicht wie ich mich dagegen wehren kann. Ich koennte zum Beispiel Geld geben, aber was ist dann mit den kleinen Jungen, der an der naechsten Strassenecke sitzt und seine ganze Familie mit Schuheputzen ernaehren muss.... Jeder, der an diesen Menschen vorbei geht, muss sich entscheiden, ob er helfen will oder nicht! Ich, die gerne helfen wuerde, weiss eben nicht wie. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die man machen kann. Wenn man schon nicht vor Ort helfen kann, so wie es aber einige Wenige mache, die ich sehr dafuer bewundere (!!!) dann wenigstens mit Geldspenden, die auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden.
Das wollte ich einmal erwähnt haben, denn neben all dem Schönen, was Argentinien zu bieten hat, steht mindestens genauso viel Negatives und Trauriges...!
Ich finde, dass der Übergang zum Folgenen nicht passt.


Am Freitag, den 20. bin ich dann mit dem Reisebus alleine nach Concordia gefahren.



Dazu kam es, weil meine deutsche Schwester Mareike auch ein Auslandsjahr gemacht hat, nämlich in Concordia. Ihr Betreuerin von damals wusste jetzt, dass ich auch in Argentinien bin und hat mich zu sich nach Hause eingeladen, um Concordia kennen zu lernen. Also habe ich alles in den letzten Tagen geplant und ausser ein Problem mit der Reiseerlaubnis von AFS, was sich aber ZUM GLÜCK geloest hat, konnte ich reisen. Nach einer sechsstunden-Fahrt kam ich in dem gruenen Concordia an und wurde auch schon herzlich begruesst. Ich habe eine sehr schoene Woche dort verbracht, habe die Gastfamilie und viele Freunde meiner Schwester kennengelernt, die auch zu mir alle total gastfreundlich waren.

Nach ein paar Tagen ist Mareike dann auch nach Argentinien gekommen und wir haben uns in Concordia getroffen, haben viel unternommen. In der Nähe gab es einen See mit einem Strand, den wir zweimal besucht haben. Wir waren sogar noch in der Zeitung von Concordia :) ! Die Adresse im Internet: http://www.elheraldo.com.ar/ver_noticias.php?id_nota=26928 (ist allerdings auf Spanisch).
Mareike, ich und Virginia (eine Freundin von meiner Schwester) am See



Am Samstagabend war Karneval. Das erste Karneval Südamerikas und war super!



Leider ging es schon nach einer Woche, die ich auf jeden Fall total genossen habe, wieder nach Hause nach Rio Gallegos. Dorthin hat mich Mareike mitbegleitet. Wir sind am 27. früh morgens los und kamen in Buenos Aires um 8 Uhr morgens an. Dann sind wir zum Flughafen, haben dort ein bisschen gewartet und gewarten und noch ein bisschen gewartet, bis das Flugzeug um 15.50 Uhr abhob und wir nochmals nach 3 Stunden wieder in Rio Gallegos waren.
In Rio Gallegos haben Mareike und ich in 9 Tagen mal alles abgeklappert, was es hier zu sehen gab. In zwei Vormittagen war ganz Rio Gallegos gezeigt. Zusätzlich sind wir mit meinem Betreuer zur Laguna Azul gefahren und mit einer Freundin Flor und ihrer Familie zur Pinguinkolonie.

Mir hat es alles auf jeden Fall gefallen und ich denke, meiner Schwester auch.
Als sie dann Anfang Maerz nach Buenos Aires zurueck ist, hat fuer mich auch ganz normal die Schule wieder angefangen.

Diesen Monat im Norden fand ich suuuuper. Es hat mir echt total gefallen, ich bin gluecklich, dass ich das machen konnte und wuerde jederzeit die gleiche Reise noch einmal machen. ;)

Viele liebe Gruesse
Eure Inga

Dienstag, 3. Februar 2009

Punta Arenas, Chile (28.01.09 - 29.01.09)

Am Mittwoch bin ich also das zweite Mal nach Punta Arenas. Diesmal mit meiner Gastmutter, meinen beiden Gastschwestern und einer befreundeten Familie. Um zwölf Uhr ging es hier in Rio Gallegos los, eine Stunde bis zur argentinisch-chilenischen Grenze.
Bei meiner ersten Reise nach Chile Anfang November ist an der Grenze alles glatt gelaufen, ohne viel Wartezeit. Das war diesmal aber nicht der Fall, wenn man diese Autoschlange sieht:



Doch nach zwei, drei Stunden Warten wurde den anderen und mir dann auch der Stempel in den Reisepass gemacht und es konnte weiter gehen. Nach CHILE


Dort kamen wir dann nach einer Weile um 18 Uhr an (nach einer Fahrt, für die man eigentlich nur 3 Stunden braucht)

Diese zwei Tage bestanden auch hauptsaechlich nur aus Einkaufen, woran ich mich aber schon gewoehnt habe. Hier ein Foto von einer Strasse im Zentrum (sieht auf diesem Foto nicht sonderlich schoen aus, ist es aber):


Punta Arenas befindet sich direkt an der Magellanstrasse (Das ist eine Meerenge mit zahllosen Inseln und Seitenkanälen zwischen dem suedamerikanischen Festland und der Insel Feuerland). Die Stadt besitzt ausserdem einen grossen Hafen, an dem auch riesige Reiseschiffe, die aus den USA oder aus Europa kommen, anlegen.

Am naechsten Tag sind wir noch ein bisschen weiter in den Sueden gefahren und ich habe auch mal die Kueste ausserhalb der Innenstadt von Punta Arenas gesehen: (Das Wasser wahr wirklich so blau!)

(Tut mir Leid, dass das Foto diagonal ist :D, aber sonst haette ich das Schiff nicht drauf gekriegt, haha)


Danach ging es aber auch schon wieder zurueck nach Rio Gallegos. Diesmal gab es an der Grenze keine Probleme. Wir haetten nur beinahe vergessen auf meinem Reisepass den Einreisestempel nach Argentinien zu machen. Ist uns aber rechtzeitig eingefallen, sodass ich nicht irgendwo zwischen Chile und Argentinien verloren gegangen bin.
Hier noch zwei Foto. Auf dem ersten sind zwei Guanacos zusehen und auf dem zweiten eine Ñandu-Familie (das sind die kleinen Vogelstraeusse, die man im vor dem Zaun schwach erkennen kann) und im Hintergrund ein nicht aktiver Vulkan.



Ach ja, und Ñandu habe ich in Chile auch probiert. Schmeckt so wie Schinken. Ein bisschen salzig, aber lecker ;)!!
Viele liebe Gruesse
Eure Inga

Freitag, 23. Januar 2009

Langeweile - Aburrida

Hallo liebe Leute,
ich melde mich jetzt nur, um zu sagen, dass ich noch lebe.
Was sehr erstaunlich ist, weil ich nichts zu tun habe.
Ich treffe mich ab und zu mal mit Freunden, aber trotzdem gibt es Tage und diese gibt es sehr oft, an denen ich gar nichts mache. Doch es ist nicht so, dass ich nichts machen moechte, nein, hier in Rio Gallegos gibt es wahrhaftig nicht viel, was einem die Langeweile in den Ferien vertreiben kann, ausser, einfach nur rumzuhaengen, wie es alle diese drei Monate machen.
Für mich ist das ein Problem, denn es zieht meine Laune, meinen Tatendrang und vor allem die Beziehung zu meinen Gastgeschwistern ziemlich runter.
Der Urlaub, der dies ändern koennte ist zwar schon für Februar geplant, aber Genaueres ist noch nicht in Aussicht.
Bis dahin werde ich die Tage irgendwie rumbringen, was ziemlich schade ist, weil ich andere Pläne fuer die Ferien hatte. Mhhh.
Ich bin gerade dabei den fünf Monate alten Goldenretriever meiner Gastfamilie zu erziehen, was auch schon ganz gut klappt (manchmal)!
Ich werde mich auf jeden Fall melden, wenn es andere Neuigkeiten gibt.
Viele liebe Gruesse aus dem kühlen Rio Gallegos, ich denke viel an euch!
Eure Inga

Dienstag, 6. Januar 2009

Montag, 5. Januar 2009

Estancia "Killik Aike"

"Estancia" nennt man ein Landgut in Südamerika auf dem sich hauptsächlich Mastrinder, Schafe und Milchkühe befinden.


Meine Gastfamilie besitzt eine solche Estancia ausserhalb von Rio Gallegos, die man in 20 Minuten mit dem Auto erreichen kann. Meine Gasteltern arbeiten dort nicht, sondern haben ein Paar (Liliana und Mauro) eingestellt, die dort in einem Haus leben und sich um alles kümmern: Land und Tiere (Schafe, viele Huehner, einen Truthahn, zwei Kühe, ein paar Pferde, zwei Lamas und Ziegen. Dazu gehört auch noch ein Landhaus. Im Moment sind sie dabei es neu einzurichten, sodass man dort später auch mal ein Wochenende oder mehrere Tage verbringen kann.


Meine Gastmutter mit den Hühnern

Am Wochenende fahren wir immer für ein paar Stunden dahin und es gibt wirklich immer etwas zu sehen.
In der letzten Wochen waren wir auf dem Grundstueck unterwegs und haben ein Stinktier entdeckt. Wie sich später heraus gestellt hat, gab es noch ein anderes. Beide sind nur wenige Monate alt und haben keine Mutter mehr. Liliana und Mauro haben sie dann aufgenommen und mein Gastvater war vorgestern beim Tierarzt, um die Drüsen, mit denen sie das "streng-riechende Sekret" (Wikipedia) produzieren, entfernen zu lassen. Bei dieser Operation ist einer von den beiden gestorben. :( Dem anderen geht es aber gut und ich hatte ihn auch schon auf dem Arm. Echt total süss.


In der letzten Woche wurden ausserdem die Lamas geschoren.


Vorher,...


....währenddessen....



....und nachher!! :D



Vorher,....



....und nachher!

Freitag, 2. Januar 2009

Silvester! - ¡Año nuevo!

Hallo ihr Lieben,
Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr schön gefeiert habt!!
jetzt komme ich also zum nächsten Fest, Silvester. Dieses Wort habe ich die Tage vorher immer verzweifelt versucht ins Spanische zu übersetzen und war fest davon überzeugt, dass es "Silvestre" oder irgendwie so heisst! Aber nein, denn nachdem mir mehre Male fragende Blicke zugeworfen wurden habe ich dann nachgefragt. Hier nennt man das einfach "Año nuevo", also "Neu(es)jahr", so wie bei uns der 1. Januar danach genannt wird. Und einige Wenige sagen zum 31. Dezember "Noche viaja", was nichts anderes heisst als "alte Nacht".
So viel zum Sprachlichen.
Ich jedenfalls habe Silvester zusammen mit meiner Gastfamilie und mit Freunden von ihnen gefeiert, bei den wir auch schon vergangene Woche eingeladen waren, um Lamm zu essen (was übrigens sehr sehr lecker war :) ).
Doch bevor die Feier in Argentinien los ging, habe ich mir um 20 Uhr die Live-Übertragung des Countdown und des Feuerwerks in Köln im Internet angeguckt, sodass ich mit meiner deutschen Hälfte schon im neuen Jahr war.
Um 22 Uhr haben wir uns langsam auf den Weg gemacht.


Dort gab es Buffet unteranderem mit Hähnchen, Salaten, Hummer (den ich nicht so gerne mochte) und und und. Zum Nachtisch gab es Obstsalat ;)! Dieser wurde zu meiner Empörung nur einige Minuten vor Mitternacht serviert, sodass ich mich nicht in Ruhe auf das Essen konzentrieren konnte, weil ich Angst hatte Mitternacht zu verpassen. Als es so weit war, hatte aber auch keiner eine Ahnung, wann den genau das neue Jahr beginnen wuerde, weil alle unsere Uhren unterschiedlich falsch gingen. Sodass ich einfach spontan gesagt habe, dass man in Deutschland einen Countdown zaehlt... und habe somit begonnen. Alle haben eingestimmt. Danach sind wir raus auf die Strasse, um uns das Feuerwerk anzugucken, aber so wie ich es aus Deutschland gewohnt bin, war es hier nicht. ¨Wo die Deutschen bis um 1 Uhr oder noch länger draussen bleiben und frieren, aber das Feuerwerk geniessen, hat es meine Leute hier nach fünf Minuten schon wieder ins Haus getrieben, weil es einfach "sooooo kalt" war.




Danach wollte ich eigentlich noch mit einigen Freunden aus der Schule feiern, aber das hat nicht mehr geklappt, was sehr schade war! So habe ich noch die restliche Zeit mit den anderem im Wohnzimmer gesessen und geredet und mir dabei noch ein Justin Timberlake-Konzert ohne Ton im Fernsehn angeguckt - total krank!!

Um 5 Uhr morgens ging es nach Hause und wir haben danach bis um 14 Uhr geschlafen.




Noch eine andere Sache zum Thema "Silvester in Patagonien". Man darf hier nicht den Wind vergessen. Denn, wenn man eine Rakete anzündet muss man nicht aufpassen, dass man getroffen wird, weil sie an der gleichen Stelle wieder herunter kommt; man muss aufpassen, weil sie durch den Wind fast waagerecht fliegt. Das zum Abschluss.
Ich wünsche euch alles alles Gute für das neue Jahr!!
Ich habe euch ganz doll lieb.
Eure Inga ♥♥♥

Sonntag, 28. Dezember 2008

Weihnachten! - ¡Navidad!

Hallo aus Rio Gallegos,

jetzt sind die Weihnachtstage schon wieder vorbei. Ich habe noch rechtzeitig alle Geschenke zusammen gekriegt. Doch so wie auch in schon den Wochen vor Weihnachten, war ich gar nicht in der entsprechenden Stimmung, was nicht daran lag, dass es hier unbedingt sehr warm war. Nein, es war einfach keine Weihnachtsatmosphaere!! Trotzdem kamen die Weihnachtstage und Heiligabend habe ich mit meiner neuen Gastfamilie bei meiner neuen Gastoma verbracht. Dort haben wir lecker gegessen und zusammen gesessen.


Um Mitternacht waren, wie es bei uns an Weihnachten nicht ueblich ist, Feuerwerke. Wir haben selber keine gemacht, aber die von den Nachbarn angeguckt und ich habe fotografiert:



Danach ging es ans Geschenke Auspacken.



Um 4 Uhr morgens, was für argentinische Verhältnisse früh ist, sind wir nach Hause und haben am nächsten Tag lange geschlafen und ruhig angehen lassen. Am zweiten Weihnachtstag haben schon wieder alle ganz normal gearbeitet.
Das war mein schnell vorbeigezogenes Weihnachten in Argentinien, was ich aber trotzdem sehr mit meiner neuen Familie genossen habe. :)

Liebe Gruesse
Eure Inga

P.S. Vielen Dank für die lieben Weihnachtsgrüsse, habe mich sehr gefreut!!

Mittwoch, 24. Dezember 2008

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN...

... wünsche ich euch und hoffe, dass ihr schön feiert!!!!!

Ich habe die Familie gewechselt. - Cambié la familia.

Hallo aus Rio Gallegos,
ich habe die Familie gewechselt. Fuer die meisten kommt dies wahrscheinlich ziemlich ueberraschend, aber dass ich mich in dieser Familie nicht mehr wohlgefuehlt habe, ist schon länger. Jetzt bin ich seit gestern in meiner neuen Familie, habe eine Gastmutter, Carolina, einen Gastvater, Roberto und zwei Gastschwestern, Canela (14) und Julieta (8).
Ich habe die erste Nacht hier in dem Haus verbracht und kann noch nicht so viel sagen ;)!
Ich wollte nur einmal kurz Bescheid geben.
Viele liebe Gruesse
Inga

Montag, 22. Dezember 2008

EINRAAAAAD!!! - MONORRUEDA!!!!

Ich moechte nur mal kurz etwas erzaehlen. Vor allen Dingen an meine Einradleute!!!
Aaaaaalso:
Ich war vorgestern mit meinem Gastonkel mit dem Auto unterwegs und als wir da so die Strassen entlang fuhren, habe ich zu meinem Onkel "geschrien": "Warte, warte, halt an, bitte, darf ich aussteigen, darf ich aussteigen!!" Also hat mein Onkel total ueberrascht angehalten und ich bin ganz schnell ausgestiegen und zurueckgerannt. Und alles warum....?
....weil ich ein Einrad gesehen habe!!! Ja, ein Einrad in Rio Gallegos!!
Ich bin glaube ich mit einem ziemlich krankem Gesicht auf den Typen mit dem Einrad zu gerannt und habe auch genauso auf ihn eingeredet. Ich denke, dass er ein bisschen Angst hatte. Auf jeden Fall, bin ich danach ein bisschen Einrad gefahren und habe ihm ein paar Tricks gezeigt, die er dann auch ausprobiert hat und sich dabei fast die Knochen gebrochen hat.
Nachdem ich ihm dann gesagt habe, dass sein Reifen eine Acht hat und platt ist, tat er mir ein bisschen Leid. Aber egal, ich bin Einrad gefahren und das hat mich gluecklich gemacht!!
Liebe Gruesse!!
HEL Inga

Freitag, 12. Dezember 2008

Ein bisschen Weihnachten

Hallo an alle,

Ich habe jetzt seit einer Woche Ferien und auch endlich mein Zeugnis bekommen. Für mich gibt es keine Noten, sondern "nur" "Sehr Gut", "Gut", "Ein bisschen Gut" und "Nicht Gut". Also ungefähr so wie die Kopfnoten, die vor Kurzem bei uns eingeführt wurden. Und jetzt ist schon Dezember. Eigentlich der Monat, in dem sich alle auf Weihnachten vorbereiten, Geschenke kaufen, ihre Häuser dementsprechend schmücken und sich einfach auf Heiligabend freuen.
Ich denke, dass für die Leute in Deutschland alles genauso abläuft wie die letzten Jahre auch. Nur einige, darunter auch ich, die nicht zu Hause, sondern irgendwo in der grossen weiten Welt, sind, werden dieses Weihnachten ganz anders erleben.
Hier in Rio Gallegos wurden alle Weihnachtsbaeume am 8. Dezember, am "Tag der Jungfrau Maria" (Ich denke, dass man das so übersetzen kann), aufgestellt. Aber wer denkt, dass die Weihnachtsbaeume hier auch aus der Natur gerissen werden, hat sich getäuscht. Hier sind sie nämlich aus reinstem Plastik. Und auch die Art zu Schmücken ist anders. Der Weihnachtsbaum hier hat Lichter, die Musik spielen und immer wenn diese abends für zwei oder drei Stunden angestellt ist, halte ich mich so weit wie möglich davon entfernt, weil ich, glaube ich, sonst Agressionen kriegen würde. Ich habe auch ein Video gemacht:

Achso und dann noch eine Sachen. Hier ist es ja jetzt Sommer und deshalb bin ich so gar nicht in Weihnachtsstimmung. Das geht meiner Meinung auch gar nicht bei mehr als 20 Grad, was jetzt nicht gerade viel ist, aber für Weihnachten schon. Und so habe ich auch neun Tage vor Heiligabend nicht ein einziges Geschenk, nicht eins von mehr als zwanzig benötigten. Aber ich bin da ganz zuversichtlich. Das klappt schon, muss es ja und hat es die letzten Jahre auch immer.
Ich wuensche allen eine tolle Vorweihnachtszeit aus Argentinien!
Hab euch lieb

Eure Inga ♥♥♥

Mittwoch, 10. Dezember 2008

El Bolsón und/y Bariloche

Hallo aus Argentinien,
ja, noch eine Reise. Ich berichte nur kurz, weil es nicht so viel zu erzaehlen gibt. Auch die Fotos fuege ich spaeter zu.
Also:
Am Donnerstag (04.12.08) habe ich mit einer Freundin den Reisebus hier in Rio Gallegos um 10Uhr morgens genommen. Nach ungefaehr 700 Kilometern in mehr als 10 Stunden kamen wir in Comodoro an. Das ist eine Stadt weiter im Norden, die an der Kueste liegt. Nach einer Stunde Wartezeit ging es dann weiter nach "El Bolsón". Am naechsten Tag um 8.30 Uhr kamen wir dann auch dort an und es holte uns eine anderes Maedchen von AFS aus Italien ab.


Aus dem Sueden aus der Provinz "Santa Cruz" ging es weiter in den Norden in die Provinz "Rio Negro" (Rio Gallegos -> Comodoro Rivadavia -> El Bolsón (Bariloche))

An dem Tag trudelten dann noch zwei weitere Maedchen aus Italien ein. Am Samstag sind wir dann von Bolsón nach Bariloche gefahren. Am Montag Abend ging es wieder zurueck. In Rio Gallegos kamen wir am Dienstag Abend an. Auf der Rueckfahrt wurde mir mein Handy geklaut, als ich geschlafen habe. Insgesamt war die Reise in Ordnung. Ich habe leider nicht so viel von den Staedten gesehen, was mich wirklich unglaublich aergert. Ach, genau. Es waren dort ziemlich warm: 35 Grad!
Liebe Gruesse
Eure Inga

Montag, 1. Dezember 2008

Das Wochende in "El Calafate" - El fin de semana en "El Calafate"

So ihr Lieben,
da jetzt mal wieder etwas spannendes passiert ist, schreibe ich nun.

Ich war uebers Wochenende mit einer Freundin aus Italien, ihrer Gastfamilie und noch zwei Familien unterwegs. Am Freitag nach der Schule ging es los, 300 km mit dem Auto in den Nordwesten.
So sind hier die Strassen in Patagonien :D
Nach einer kurzweiligen Fahrt kamen wir in "El Calafate" an. Ein kleiner, aber vollkommen auf den Tourismus bezogener Ort. Von da aus ging es aber weiter zu einem Campingplatz, der von da aus noch einmal 50km entfernt war.
Diese Fahrt war einfach der Wahnsinn. Die Umgebung ist bergig mit vielen Seen drumherum. Der Groesste von denen ist der "Lago Argentino".
Die Bungalows, in denen wir uebernachtet haben befanden sich direkt an einem kleineren See, dem "Lago Roca".
Ich am Freitagabend am "Lago Roca"
Dort haben wir den restlichen Freitag und den ganzen Samstag verbracht. Nach einer kalten Nacht mit einer nicht funktionierender Heizung, ging es am Samstag los, um ein bisschen die Gegend zu erkunden. Bei einer kleinen Wanderung ueber eine Schotterstrasse, durch kleine Waelder und viele kleine Baeche konnte man super die Aussicht geniessen.

Am Nachmittag haben wir geangelt, aber leider nichts gefangen. Am Abend gab es Asado.

Am Sonntag sind wir um 9 Uhr aufgebrochen, um genug Zeit zu haben, um uns den Gletscher Perito Moreno und danach den Ort Calafate anzugucken.



Der Gletscher ist einfach unglaublich. Man denkt, dass es nur ein riesiges Bild ist, einfach total schoen.
Es brechen immer regelmaessig Teile vom Eis ab und wir hatten das Glueck zu sehen wie ein besonders grossen Stueck abgebrochen ist. Ungefahr 70 mal 100m Eis in einem kurzen Moment.

Auf diesem Bild koennt ihr sehen wie ein kleiner Teil des Gletscher abbricht. Das war das letzte Bild, was ich gemacht habe, weil danach leider die Batterie meiner Kamera leer war. Fuenf Minuten spaeter ist ein viel groesseres Stueck abgebrochen.

Am Abend waren wir dann noch im Ort. Nur kurz. Es aehnelt sehr der Schweiz.
Insgesamt war es ein sehr schoener Ausflug, den ich nicht so schnell vergessen werde. Ich habe zum ersten Mal seit langem mit Touristen aus Deutschland gesprochen, was mir von der Sprache her wirklich schwer gefallen ist. Am Abend bin ich dann erschoepft und mit einem leichten Sonnenbrand in mein Bett gefallen.

Liebe Gruesse aus dem immer waermer werdenen Rio Gallegos!
Eure Inga

Sonntag, 16. November 2008

Chile, Chacra, und/y la Laguna Azul

Hallo Leute,
hab ich ja schon laenger nicht mehr geschrieben :D Ich habe in den letzten zwei Wochen viel erlebt.
Am ersten Novemberwochenende war ich in Punta Arenas in Chile. Das ist ungefaehr 3 Stunden Autofahrt von hier entfernt.
Von der Stadt selber habe ich nicht so viel gesehen, weil wir eigentlich hauptsaechlich einkaufen waren, weil in Chile alles so guenstig ist. Das ist echt unglaublich. Wir werden wahrscheinlich noch einmal dahin fahren und dann hoffe ich, dass wir uns mehr die Stadt angucken. Aber den beruehmten Friedhof habe ich gesehen, wenn auch nur kurz.



Die Hauptstrasse in Punta Arenas. Im Hintergrund kann man ein bisschen vom Meer, eher gesagt von der Magallan-Strasse erkennen.

Den Samstag danach war ich mit dem ganzen Kindergarten hier aus dem Haus und meiner Familie in einem "Chacra". Das ist so eine Art Camp, wo es Grillplaetze, Baenke, Wiesen und Fussballplaetze gibt. Dort habe ich mir einen ziemlichen Sonnenbrand geholt, der zum Glueck inzwischen wieder weg ist.





Am naechsten Tag war ich an der "Laguna Azul" (blaue Lagune). Sie ist so 60 km von Rio Gallegos entfernt und wenn man am Parkplatz ist ahnt man wirklich kein bisschen, dass, wenn man 20m weiter den Berg hoch laueft, sich darunter eine riesige atemberaubene Lagune befindet. Leider sind wir nicht zum Wasser runter gegangen, aber das war auch besser so, weil es so windig war, dass es selbst schwierig war Fotos zu machen. :D Es war aber wirklich toll





Am letzten Freitag war ein Asado mit AFS. Wir die Austauschschueler mussten eine Talentshow vorbereiten, was so wirklich gar nicht geklappt hat. Wir haben einfach Bruder Jakob in allen Sprachen gesungen. Ausserdem sollte jeder einen Nachtisch machen. Ich habe ganz "typisch"-deutsch Apfelkuchen gebacken, der leider ein bisschen hart geworden ist, aber anscheinend doch ganz gut geschmeckt hat.

Ein Teil meiner Gastfamilie: meine Gastmama Paty, ihr Freund Jorge, mein Gastonkel Peri, ich, meine Gastschwester July und der Sohn einer Freundin meiner Gastmama.



Das sind fast alle AFS Austauschschueler, die das Glueck hatten, in das wunderschoene Rio Gallegos zu kommen :D ! Sie sind aus den USA, aus Italien, aus Neuseeland, aus Thailand, aus Hongkong ;), aus Frankreich, aus Holland, aus der Tuerkei und aus Deutschland.

Viele liebe Gruesse aus Argentinien von eurer


Inga